Übersicht der Forschungsarbeit in Rockstedt

EIP Agri "Spirulina in Norddeutschland"

 

Das Ziel des Projektes „Spirulina in Norddeutschland“ ist die Produktion der Mikroalge Spirulina in der niedersächsischen Landwirtschaft zu etablieren. Hierfür wird zusammen mit zwei Landwirten die Kultivierung in Gewächshausanlagen erprobt. Die Kultivierungstechnik für Spirulina muss optimiert und ein effizientes Erntesystem entwickelt werden. Die Operationelle Gruppe setzt sich zusammen aus den Mitgliedern: Novagreen Projektmanagement GmbH, Agrinova Projektmanagement GmbH, dem Betrieb RO-V-AL GbR und dem Gartenbaubetrieb Christian Hohnholz. Alle Projektmitglieder haben bereits Erfahrung in der Kultivierung von bio-zertifizierter Chlorella-Mikroalge. NOVAgreen entwickelt, produziert und vermarktet Systeme für die Produktion, Ernte und Trocknung von Mikroalgen. NOVAgreen ist in dem Projekt verantwortlich für die Projektkoordination und die Umsetzung der wissenschaftlich- technischen Ziele wie die Optimierung der Kultivierungstechnik und die Entwicklung eines effizienten Erntesystems. Agrinova kümmert sich um die Umsetzung der wissenschaftlich-biologischen Ziele, zum Beispiel die Optimierung eines bio-zertifizierten Düngers. Praktische Umsetzungen und Versuche finden direkt bei den beiden landwirtschaftlichen Betrieben statt.

 

Weitere Informationen:

 

https://norddeutsche-spirulina.de/
https://www.eip-nds.de/spirulina-in-norddeutschland.html

 


EIP Agri "PhycoFarming - Landwirtschaftlicher Hochwertstoff: Phycocyanin als Treiber Niedersächsischer Algenproduktion"

 

Ziel des Projektes ist es, durch Schaffung einer neuen Wertschöpfungskette, die noch junge Branche Niedersächsischer Algenproduktion langfristig wettbewerbsfähig und die großen Marktpotentiale der Alge hin zum Urproduzenten vermehrt nutzbar zu machen. Dabei konzentriert sich das Vorhaben darauf, produzierte Arthrospira- (Spirulina-) Frischmasse, direkt am Produktionsstandort zu einem Phycocyanin-Extrakt weiterzuverarbeiten.

 

Der Landwirt tritt dabei zum einen als Produzent der Biomasse und zum anderen als Extrakteur auf. Das Extrakt, welches bereits als Nahrungsmitteladditive einsetzbar ist, kann dann zu deutlich höheren Preisen an produktentwickelnde Unternehmen vermarktet werden. Der Prozess der Extraktion soll zudem eine weitere Verfeinerung und Aufbereitung des Wertstoffes im nachgelagerten Bereich ermöglichen und ist somit auch für pharmazeutische Unternehmen interessant.

 

In dem Projekt werden Forschung, Landwirtschaft und nachgelagerte Betriebe wirtschaftlich sinnvoll zusammengeführt und der hohe Bedarf an dem Hochwertstoff erstmalig von Deutschland aus bedient. Da der Landwirt bisher ausschließlich als Produzent von Biomasse auftrat, so soll er am Ende des Vorhabens eine auf den Zielwertstoff optimierte Mikroalge direkt am Produktionsstandort in einer praxiserprobten Pilotanlage extrahieren können. Der dann herausfiltrierte Wert des Pigmentes „Phycocyanin“ liegt ein Vielfaches über dem in Deutschland und der Welt üblichen Rohstoffpreises für getrocknete Biomasse. Durch die große Nachfrage nach mehr natürlichen Pigmenten bietet der Anbau von Arthrospira eine innovative, wettbewerbsfähige Alternative für landwirtschaftliche Betriebe.

Weitere Informationen:
https://www.eip-nds.de/PhycoFarming.html


Mak-Pak Scale-Up - “Industrietaugliche Verfahrensoptimierung zur Herstellung einer nachhaltigen Verpackungslösung aus Makroalgen für den Lebensmittel-Handel“

 

Das Ziel des Vorhabens Mak-Pak Scale-Up ist die Optimierung des entwickelten, laborfähigen Verfahrens zur Herstellung einer innovativen, nachhaltigen, entsorgbaren und idealerweise essbaren Verpackungslösung aus Makroalgen zur industriellen Umsetzung.

 

Das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt Mak-Pak (Förderperiode 03/2018 bis 02/2020) hat zur erfolgreichen Entwicklung eines funktionellen Verpackungs-Prototyps auf Basis von Makroalgen inklusive der angeschlossenen Makroalgenkultivierung im Labor- und Technikumsmaßstab geführt. Um die Marktreife und wirtschaftliche Tragfähigkeit des Verpackungsproduktes zu erlangen, wird das Verfahren neben dem Basismaterial Makroalge, durch additive, nachhaltige und bio-basierte Materialien aus der angrenzenden Agrar- und Ernährungsindustrie erweitert und unter Industriebedingungen zur Herstellung von Demonstrationsprototypen skaliert. Die Lieferung von rückverfolgbaren und zuverlässigen Rohstoffen von gleichbleibender Qualität ist für die Verpackung im Lebensmittelbereich überaus wichtig: Daher ist die großflächige und kontrollierte Produktion hochwertiger Makroalgen unter industrienahen Pilotgegebenheiten eine weitere wichtige Säule des Projektes Mak-Pak Scale-Up. Durch diese aufeinander aufbauenden Strategien, kann das Verpackungskonzept nachhaltig und zielorientiert optimiert werden, sodass eine schnelle Markteinführung möglich wird. Dabei wird die Verpackungsoptimierung von den Partnern Hochschule Bremerhaven, Nordsee GmbH und Pulp Tec GmbH & Co. KG sowie Hengstenberg GmbH & Co. KG bearbeitet. Die Makroalgenkultivierung übernimmt dabei das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung zusammen mit der Roval. 

 

Gefördert durch BMEL/ Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.